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Erfolgreiche Karatekämpfer

Karate in Deutschland

Vorwort:

Die Entwicklung des Karate in Deutschland wurde ab 1964/65 stark auch von den Hochschul-Dojo getragen. Daher waren die Deutschen Universitätsmeisterschaften in Karate immer wichtig für Praxis, Erfahrung und Routine der Karate-Trainer. Alle Teilnehmer waren in jenen Jahren zugleich Ausbilder.
Zu den führenden Hochschul-Dojo gehörte schon früh das von H.D. Rauscher geleitete Karate-Dojo der Universität Freiburg, das vom Direktor des Sportinstituts der Universität, Prof. Woldemar Gerschler, sehr gefördert und unterstützt wurde.
Aufgrund der besonderen Leistungen des Freiburger Uni-Dojos wurden H.D. Rauscher und das Uni-Dojo vom Deutschen Karate-Bund (DKB) auch beauftragt, die Meisterschaften auszurichten. Sie wurden zum großen Erfolg für den DKB, den Hochschulsport, den Ausrichter und speziell für den Karatesport.

Der folgende Artikel stammt aus: BADISCHE ZEITUNG

Erfolgreiche Karate-Sportler


Freiburgs Ruf als ein Zentrum des jungen deutschen Karate-Sports wurde am vergangenen Sonntag erneut bestätigt. Beim Hochschulturnier, das vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband in der Burdahalle veranstaltet wurde, konnten die Freiburger Studenten alle ersten Plätze erringen. Dabei hatten sie sich gegen die teilweise sehr starke Konkurrenz von neun weiteren Universitätsdojos zu behaupten. Die kämpferischen Leistungen zeigten ein beachtliches Niveau; auch die Eleganz der Bewegungen, die Exaktheit de Ausführungen, wie sie vor allem beim Stilturnier zum Ausdruck kommen, war gegenüber früheren Darbietungen schon merklich besser. Wie groß die Kluft zwischen den Deutschen und Japanern aber immer noch ist, offenbarte sich bei den Demonstrationen der fünf japanischen Kampfrichter, unter ihnen der zweifache Weltmeister und Bundestrainer der Deutschen Karate-Bundes H. Kanazawa (5. Dan) und der Generalsekretär der Japan Karate Association in Europa S. Iwai. Sie wurden mit großer Begeisterung und viel Applaus aufgenommen. Besonderes Interesse erregte ein Messerkampf, der blitzschnelle Reaktionen und exakte Abwehrstöße voraussetzt, und deutlich werden ließ, wie wirksam die "Technik der leeren Hände" sein kann, wenn man sie nur erst in so vollendetem Maße beherrscht.

Mit einer überzeugend dargebotenen Kata, für die er 61 Punkte erhielt, konnte der kleine drahtig und beweglich wirkende Freiburger Joachim Karfunkel das Stilturnier (Kata-Shiai) für sich entscheiden. Auf den zweiten Platz kam mit 59.5 Punkten Fritz Wendtland (Uni Göttingen). Dritter wurde Gundolf Lepold (Uni Frankfurt; 58.5 Punkte). Den vierten Platz belegten mit 57.5 Punkten Bodo Hauck (Uni Frankfurt) und Mathias Kunze (Uni Freiburg). Fünfter wurde mit 57 Punkten Wolfgang Hagedorn aus Freiburg.

Beim Hochschulturnier in Karate (am Sonntag in der Burdahalle) konnten die Freiburger Studenten alle ersten Plätze erringen. Das Bild zeigt eine Szene aus der Vorschlußrunde im Kumite-Shiai (Freier Kampf). Der spätere Sieger, der Freiburger Wolfgang Hagedorn (links) wehrt einen Fußstoß des angreifenden Göttinger Studenten Fritz Wendtland in letzter Sekunde ab.

Erstaunlich hoch war der Kampfgeist im Kumite-Shiai (Freier Kampf). Das spannendste Duell des Turniers lieferten sich in der Vorschlußrunde der Freiburger Wolfgang Hagedorn und der Göttinger Fritz Wendtland, beide baumlange, kraftvolle Sportler, die einander in kämpferischem Einsatz, temperamentvoll vorgetragenen Angriffen, blitzschneller Abwehr wenig nachstanden, doch konnte der Freiburger schließlich den Kampf für sich entscheiden. In der Schlußrunde hatte er mit dem Münchner Hans Georg Mortag nur noch wenig Mühe. Die Reihenfolge lautet: 1. Wolfgang Hagedorn (Uni Freiburg), 2. Hans Georg Mortag (Uni München), 3. Mathias Kunze (Uni Freiburg), 4. Fritz Wendtland (Uni Göttingen). Die Mannschaftswertung ergab folgende Plazierungen: 1. Uni Freiburg, 2. Uni Frankfurt, 3. Uni Erlangen, 4. Uni München.

Das Regierungspräsidium Südbaden hatte für die Einzelsieger wertvolle Preise gestiftet. Die Japan Karate Association stiftete einen Wanderpokal für die siegreiche Mannschaft. Die Preise wurden bei der Siegerehrung durch den Direktor des Instituts für Leibesübungen, Professor Gerschler, überreicht, der dem Leiter des Turniers, dem Freiburger Hans Dieter Rauscher (2. Dan), für die vorbildliche Durchführung der Veranstaltung seinen besonderen Dank aussprach.

 
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