Großmeister Shizuya Sato - IMAF Seite

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Großmeister Shizuya Sato

Portraits einiger Meister

Im Jahre 1952 auf Initiative der großen japanischen Budo-Meister hin gegründet, hat sich das Kokusai Budoin (Internationale Föderation der japanischen Kampfkünste) neben anderen Aufgaben zum Ziel gesetzt, eine Harmonie und Freundschaft zwischen allen Ausübenden zu verwirklichen. Dies geschah vor dem Hintergrund, zu einer positiven humanitären und Friedensentwicklung weltweit beizutragen. Der Slogan ist deutlich: „Seiroku Zenyo-jitakayoe", d. h. maximale Ausnutzung der benutzten Energie, gegenseitige Unterstützung, Wohltätigkeit und Wohlstand. Zu den drei größten Experten der IMAF gehören: Shizuya Sato (Hanshi 9. Dan Nihon Ju Ju-tsu, Hanshi 8. Dan Judo); Tadanori Nobetsu (Hanshi 8. Dan Goju-Ryu Karate); Keiji Tose (Hanshi 8. Dan Iaido), die drei Säulen der Weisheit. In der heutigen Ausgabe stellen wir Ihnen Shizuya Sato vor.

Shizuya Sato

Im Geiste des Kodokan


Shizuya Sato wurde im Dezember 1929 geboren. Mit Karate begann er 1942, mit Ju Jutsu im Jahre 1948. Innerhalb dieser Disziplinen ist er der erfahrenste Lehrer der IMAF. Er ist Shihan an der Meiji-Gakuin Universität in Tokyo. Er hat zahlreiche Bücher geschrieben und reist jährlich nach Amerika und Europa, um dort zu unterrichten.

Shizuya Sato hat einen gesunden Geist in einem gesunden Körper, und dies aus folgendem Grunde. Durch die Ausübung des Judo auf eine Art und Weise, wie sie von dem, den viele immer noch als ein Genie betrachten,

auch unterrichtet wird: Kyuzo Mifune. Als Kind bevorzugte Sensei Sato das Kendo, aber unter dem Einfluß seines Vaters, der Judo-Lehrer war, orientierte er sich mehr in Richtung des „sanften Weges", den er dann während der College-Zeit trainierte. 1949, mit einem Diplom der Universität Meiji Gakuin versehen, entschied er sich Judo zu unterrichten, was er dann schließlich, parallel zu einer körperlichen Ausbildung, 35 Jahre lang tat.
„Ich muß alles kontrollieren"
Während seiner Zeit als Student trainierte Meister Sato täglich vier bis fünf Stunden Judo. Er hatte das Glück, bei den größten Experten des Kodokan trainieren zu können. „Judo ermöglicht es uns, zu einem soliden Körper und einer effektiven Selbstverteidigung zu gelangen," sagt er. „Aber Judo lehrt uns auch, es als ein Mittel zur Benutzung der Energie in allen Dingen, und vor allem im ganz normalen Alltagsleben einzusetzen. Judo gibt eher der Technik als der Leistung den Vorrang. Über die Technik hinaus fördert diese Disziplin den Geist, denn das Training geht über eine reine Kontrolle der Leistung hinaus." Diese Definition des Begriffes Kontrolle hält Sensei Sato für fundamental: „Ich muß alles, was ich tue, alle meine Aktivitäten, kontrollieren: weder zuviel trinken, noch zuviel rauchen." Bei einer derartigen Definition des Begriffes Kontrolle findet dann auch eine Veredelung des Begriffes Ausgeglichenheit statt. „Sei wie ein Ballon, weich und rund in deinen Taten. Wenn Sie es schaffen, diese Ausgeglichenheit zu erhalten, dann profitieren Sie auch als Mensch in Ihrer Gesundheit davon. Dies ist auch der Schlüssel zur japanischen Philosophie: nicht Ja, nicht Nein, aber zwischen diesen beiden..."
Shizuya Sato bewundert seinen Meister, der einen entscheidenden Einfluß auf die Gründung und Entwicklung der IMAF genommen hat: Kyuzo Mifune. „Sensei Mifune war ein wahrer Gott des Judos. Seine Technik war dermaßen perfekt, daß niemand es ihm nachmachen konnte. Er hat auf solch signifikante Art und Weise zur Verbesserung des Judo beigetragen, daß es nicht von ungefähr kommt, wenn alle großen Experten des Kodokans seine Schüler waren."
Apropos sportliche Entwicklung des Judos: Meister Sato äußert einige Ursprungsgedanken: „Das System des Kodokans ist weder ein erstarrtes, noch ein vollendetes System. D.h., daß der Shiai (Wettkampf) als ein Mittel zur Verbesserung und nicht zur Verschlechterung der Judo-Techniken verstanden werden muß, so wie man es derzeit bei den internationalen Wettkämpfen sieht. Ein Shiai ist ein Test, der sich selbst dient. Sensei Mifu-ne hält sich immer gerade, wie es typisch für das Kendo ist. Dies erlaubt es, ein gutes Gleichgewicht zu halten und in jeder Situation seine Stellung schnell zu verändern."
Diese Konzeption wird die junge Generation der Judokas zweifelsohne überraschen, die Älteren jedoch erinnern sich, daß seit seiner Gründung durch Meister Kano der Kodokan dem Judo immer eine enorme Wichtigkeit in bezug auf das körperliche und mentale Training zugewiesen hat, ohne die die Erlernung einer vollständigen Perfektion in den Techniken nicht möglich ist. Mit anderen Worten: Judo muß als eine ausgeglichene Kombination mentaler Kultur und physischem Training verstanden werden."

Diese Botschaft so vielen Menschen wie möglich zu übermitteln ist es, was Meister Sato dazu drängt, seine Reisen zu unternehmen. Während des Zuhörens macht man sich bewußt, wie sehr Judo an Lehren reich ist: „Man muß seinen Körper trainieren, um bei guter Gesundheit zu bleiben, um nicht krank zu werden. Aber man muß ebenfalls lernen daran zu denken, daß die Schule und ein Studium wichtig für die Zukunft eines jeden einzelnen sind. Judo besteht nicht nur daraus, stark zu werden. Es kann auch die Intelligenz fördern, zu lernen und zu denken..."


Vierzig Jahre IMAF




Nov. 1951: Kyuzo Mifune, Kazuo Ito und Shizuya Sato vom Judo, Hakudo Nakayama, Hiromasa Takano vom Kendo, Hironori Otsuka vom Karate und Sueo Kiyoura treffen sich, um die erste Budo-Dernonstration nach dem Krieg in Japan zu organisieren.
Jan, 1952: Prinz Tsunenori Kaya wird erster Präsident der Nationalen Föderation Japans für Gesundheit (ursprünglicher Name der IMAF).
Feb. 1952: Die erste Bude-Demonstration findet im Hibaya Park in Tokyo, Japan, statt.
Apr. 1958: Der Name wird in Kokusai Budokai geändert.
Apr. 1965: Prinz Naruhiko Higashikuni wird zweiter Präsident. Der Name wird in Kokusai Budoin geändert.
Aug.-Okt. 1968: Welttournee des Kokusai Budoin.
Apr. 1969: Kazuo Ito wird zum leitenden Direktor ernannt.
Nov. 1972: Das erste Seminardes Kokusai Budoin findet in Tokyo statt
Apr. 1973: Sueo Kiyoura wird zum Präsidenten ernannt, Kaiya Yamashita wird Generalsekretär.
1975: Die ersten internationalen Zweigstellen der IMAF werden eingerichtet, und zwar in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Indien und Deutschland,
Okt. 1976: Die europäischen Delegierten kommen nach Tokyo» um an der ersten internationalen Konferenz des Kokusai Budoin teilzunehmen.
Juni 1979: Der erste europaische Kongreß des Kokusai Budoin findet in Paris statt
März 1981: In Anvers, Belgien» findet das erste europäische Seminar statt. Sechs Repräsentanten aus Japan nehmen daran teil.
1982: Dänemark, Österreich und Taiwan werden Mitgliedsländer
Apr. 1982: Shizuya Sato wird zum stellvertretenden Direktor ernannt.
Aug 1983: Die USA treten der IMAF bei
Juni 1985: Das erste Seminar der IMAF In den USA findet statt. Es nehmen fünf japanische Repräsentanten teil.
Juli 1986: Shinsaku Hogen wird zum dritten Präsidenten ernannt. Das Logo des Kokusai Budoin (IMAF) wird bei der Japanischen Regierung eingetragen
Apr. 1987: Italien und die Schweiz treten der IMAF bei
Juni 1989: Das erste Seminar der IMAF in Kanada findet in Toronto statt.
Jan. 1991: Die 15. jährliche Budo-Demonstration findet in Otakumin Plaza in Tokyo statt.
Okt 1991: Der 10. Europäische Kongreß der IMAF findet in Belgien statt.
Okt 1992: Feier des 40jährigen Jubiläums des Kokusai Budoin in München Deutschland.
Dez 1992:Demonstration anläßlich des 40jährigen Jubiläums der IMAF in Tokyo, Japan.

 
 
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