von Frank Kleinschumachers, Billerbeck - IMAF Seite

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von Frank Kleinschumachers, Billerbeck

Warum IMAF?

Wie bei vielen Entscheidungen im Leben eines Menschen, so hat auch bei meiner Entscheidung in die IMAF einzutreten der Zufall eine große Rolle gespielt.
Ein Freund von mir hat den 1.Dan Goju Ryu Karate und den 4. Dan Arakimunisai Ryu Iaido. Auf die Frage wieso gerade Goju Ryu und Arakimunisai Ryu bekam ich die Antwort: "durch Zufall". In der Stadt in der er lebte und mit dem Karate anfing unterrichtete durch Zufall ein Goju Ryu-Meister. Später, in London lernte er Iaido. Welche Schule war wieder vom Zufall bestimmt.
Auch bei mir hat der Zufall in gleicher Weise zugeschlagen. Ich habe mit dem Judo angefangen. Durch Zufall bei keinem Trainer, sondern einem wahren Sensei. Er machte eine starke Unterscheidung zwischen Sport (Ringen in Jacken) und Judo. Ich habe keinen Sport trainiert, ich habe Judo gelernt. Mein Sensei hat sein Verständnis von Judo als eine Lebenseinstellung, als Weg an mich weitergegeben. Als mein Sensei nach Kanada auswanderte, erlebte ich in anderen Vereinen (ich vermeide den Begriff Dojo mit Absicht), dass Judo dort oft nur auf den sportlichen Wettkampf reduziert wird.
Ich habe mich daher auf der Suche nach Budo, wie ich es von meinem Sensei kannte, dem Aikido und Iaido zugewandt. Wieder durch Zufall lernte ich Muso Shinden Ryu.
Als mein Sohn mit dem Judo anfing, kehrte ich zum Judo zurück. Wieder durch Zufall in einem Dojo, das der DAKO angeschlossen war. Nachdem ich bei dem Antrag auf Anerkennung meines 1.Dan Judo in einem sportlichen Lebenslauf auch von meinen Lehrgängen im Iaido berichtete, wurde ich von Sensei Rauscher zu einem Iaido Lehrgang eingeladen. So lernte ich, wieder durch Zufall, Muso Jikiden Eishin Ryu kennen. Die Entscheidung, nun die Schule zu wechseln, führte zu meiner Aufnahme in die IMAF.

So wie bei meinem Freund und bei mir sehen die Lebensläufe vieler Budoka aus.
Welche Schule man lernt, welchem Verband man beitritt ist in der Phase des Kennenlernens oft vom Zufall abhängig.

Aber für die Frage, warum ich in der IMAF bin, ist es wichtig zu wissen, warum ich in der IMAF geblieben bin. Der erste Kontakt mag vom Zufall abhängen, aber für die Entscheidung in einer Schule, einem Verband zu bleiben, wird es immer wichtige Gründe geben.

Meine Gründe versteht man, wenn man meinen oben kurz angerissenen Lebenslauf kennt.
Nicht umsonst habe ich mich auf der Suche nach Budo für einige Zeit vom Judo abgewandt.
Im Iaido habe ich die ernsthafte Beschäftigung mit Budo gefunden, die ich gesucht habe, seitdem mein Sensei Deutschland verlassen hatte.
Iaido war auch zunächst mein einziger Berührungspunkt zur IMAF.
Mit Sensei Rauscher fand ich einen Meister, der in immer intensiveren Gesprächen zeigte, dass in der IMAF die Pflege des traditionellen Budo im Vordergrund steht.
Immer mehr zeigte sich, dass das nicht nur für das Iaido gilt.
Auf meinem ersten internationalen Lehrgang, dem IMAF-Europa-Seminar in Belgien, habe ich nur Iaido grübt. Glücklicherweise in der Halle, in der auch Sato Sensei unterrichtete. Zum ersten Mal nach langer Zeit konnte ich wieder richtiges Judo sehen. Sato Sensei zeigte Würfe, die nichts mit den Kraftakten in anderen Vereinen zu tun hatten. Aufrechte Körperhaltung, ständiges sicheres Gleichgewicht und Würfe ohne dabei selber umzufallen, ich fühlte mich sehr an früher erinnert. Ich erahnte die Chance, hier wirklich Judo lernen zu können. Nach meiner erfolgreichen Prüfung zum 1.Dan Iaido überraschte mich Sensei Rauscher während der Teilnahme an den Deutschen Waffenmeisterschaften mit der Information, dass er mich bei Sato Sensei zur Prüfung zum 2.Dan Judo vorgeschlagen hat. Nun hatte ich wieder die Nage no Kata vor der Brust, da er mir erklärt hatte, ich solle zusätzlich zur Katame no Kata auch Nage no Kata üben. Sato Sensei legt auf diese Kata besonderen Wert.
Auf dem Samurai-Camp in Freiburg hatte ich dann zum ersten Mal Gelegenheit bei Sato Sensei zu trainieren. Er hat mich sehr beeindruckt. Es war ein sehr schönes Gefühl, endlich mal wieder Judo zu üben, so wie früher einmal. Und das auch noch in einer Gruppe von Mitschülern, die alle so denken.
Mittlerweile habe ich nicht nur den 2.Dan sondern ich habe im Judo und Iaido den 3.Dan und habe in der IMAF nicht nur die Möglichkeit gefunden mich selber zu verbessern, sondern ich bekomme von der IMAF auch den Rücken gestärkt in meinem Bemühen, Judo und Iaido als wahre Budo-Kunst zu unterrichten. Nicht nur für sich selber üben, sondern das Gelernte an andere weiterzugeben ist eine Verpflichtung für jeden Budo-Meister. Die IMAF unterstützt mich und alle Kollegen dabie, dieser Verpflichtung nachzukommen. Mit Hilfe der IMAF konnte ich sieben Iaidoka und einen Judoka zur Dan-Prüfung führen. Diese Erfolge ermöglichen es mir, in meinem Dojo glaubwürdig für den Gedanken des Budo einzutreten und meine Schüler im Budo zu unterrichten. Wenn ich meine Schüler zu IMAF-Lehrgängen mitnehme, können sie dort erleben, dass ich in meinem Dojo keine esoterischen Spinnereien verbreite, sondern dass wir, die Meister der IMAF, Budo leben und unsere Scüler Budo erleben lassen.

Budo praktizieren und lehren zu können, ist mein Hauptgrund nach dem von Zufall herbeigeführten Eintritt in die IMAF mit einer bewussten Entscheidung für die IMAF in der IMAF zu bleiben und in meinem zukünftigen Budoleben aktiv für die IMAF und den Gedanken des Budo zu arbeiten.

 
 
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