von Helmut Kogel, Lippstadt - IMAF Seite

64 Jahre
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von Helmut Kogel, Lippstadt

Warum IMAF?

Sportlicher Werdegang
198
3 begann ich mit dem Studium des Karate. Nach Erfahrungen mit autogenem Training suchte ich damals einen Weg Körper und Geist besser miteinander zu verbinden. Nachdem mir Judo nicht auf Anhieb gefiel, wendete ich mich dem Karate zu, welches ich an der Sporthochschule der RWTH Aachen kennen lernte. Unter dem damaligen Lehrer Rudi Jakel wurde eine sog. Entwicklungsgemeinschaft für Aikido, Jujutsu und Karate betrieben. Er entwarf ein sehr modernes System für Sportkarate, das damals der Entwicklung um Jahre voraus war. Dennoch erwies sich der Weg für mich sehr schwer. Die verschiedenen Disziplinen waren für mich als Anfänger zu vielseitig und unübersichtlich, die Systematik zu schwer. Erst viel später habe ich hiervon profitiert. Mit dem Wohnsitzwechsel nach Köln wechselte ich auch den Lehrer für Karate. Hier lernte ich vor allem durch meinen späteren Freund Peter Bürger 3. Dan Karate (Nitadai Tokyo), 1. Dan Tae Kwon Do klassisches Shotokan Karate kennen. Von da an machte ich schneller Fortschritte. Wenig später kam ich zu weiteren Lehrern (W. Vovcac 3. Dan und Akio Nagai damals 6. Dan SKI). Hier lernte ich lupenreines japanisches Shotokan Karate kennen und machte deutliche Fortschritte, so dass ich schließlich bei Nagai 1984 die Prüfung zum 1. Dan Karate bestand. Auf Lehrgängen lernte ich weitere Meister wie Kawasoe und vor allem Hirokazu Kanazawa kennen, der bereits in den achziger Jahren ein absolutes Karate Vorbild war. Die beruflich notwendigen Wohnsitzwechsel führten mich zu weiteren Lehrern, die ich vor allem auf Lehrgängen mehrfach erleben konnte. Hierunter befanden sich Nishiyama und Shirai. 1992-1996 lernte ich deutsches Jujutsu kennen. Seit 1980 habe ich 4 Karate Dojos gegründet und als Trainer betreut, hierunter auch den Hochschulsport an der Universität Ulm. Derzeit leite ich ein Dojo für Karate und Kobudo und ein Dojo für Nihon-Jujutsu. Meine Söhne habe ich ebenfalls seit ihrem 4. Lebensjahr in Karate unterrichtet. Beide haben bei der IMAF die Graduierung zum 1. bzw. 2. Dan erhalten.

Mitgliedschaft in der IMAF

Zufällig machte mich ein Sportfreund 1995 auf die DAKO aufmerksam, um dort Arnis und Tonfa kennenzulernen. Nachdem ich bereits in verschiedenen Karateverbänden organisiert war (DKU, DKV, SKI, DTKV) erfuhr ich bei H.D. Rauscher eine völlig andere Atmosphäre. Es war eine sehr große Toleranz zu verschiedenen Stilrichtungen spürbar, eine stärkere traditionelle Bindung zu Japan und eine besondere Freundlichkeit sowie nahezu familiäre Offenheit. Sehr bald lernte ich einige hochrangige japanische Vertreter der IMAF kennen, die eine Ausstrahlung besaßen, die ich nur bei Kanazawa empfunden habe. Durch den Kontakt mit verschiedenen Kampfdisziplinen wie Nihon-Jujutsu, Kobudo u.a. machte ich weiter Fortschritte und konnte dies auch für Karate nutzen. So erlangte ich Dan-Graduierungen in verschiedenen Kobudo Disziplinen in Arnis und schließlich in Nihon-Jujutsu. Erst durch das System von Shihan Sato machte ich im Jujutsu schnell Fortschritte, was ich ehemals vom deutschen Jujutsu nicht behaupten kann. Als 3. Dan Karate, 3. Dan Kobudo, 1. Dan Nihon-Jujutsu und 1. Antas Arnis weiß ich heute, dass die systematische japanische Art Kampfkunst zu lehren einen ausgezeichneten Weg darstellt und nach meiner Ansicht trotz vieler westlicher Kritik derzeit unerreicht ist.

Authentisches Budo

Die IMAF vertritt authentisches Budo, welches das Schöpfen an den Quellen ermöglicht. Die japanischen Großmeister lehren bereits zum Teil seit mehreren Generationen (z.B. in der Watanabe Familie), so dass eine große Erfahrung weiter gegeben werden kann. Darüber hinaus habe ich auch erfahren, dass sich die IMAF trotz starker Traditionsbindung nicht der Weiterentwicklung und neuen Impulsen gegenüber verschließt. Die IMAF fördert den internationalen Austausch in Budo und Kultur und nimmt daher Teil an der Bewahrung der Völkerverständigung und des Friedens. Weiterhin besteht die Möglichkeit in der IMAF in allen Budodisziplinen auch von japanischen Kaiserhaus anerkannte höchste Dan-Grade und japanische Ehrentitel durch Prüfung zu erlangen. Dies steht zwar nicht im Vordergrund, es unterscheidet die IMAF jedoch von den meisten anderen Organisationen. Dass derzeit der Präsident des Gesellschaft ein Nachfahre aus der Tokugawa Dynastie ist, unterstreicht die Bedeutung der IMAF vor allem in Japan.

 
 
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