von Horst-Rüdiger Balz, Großrosseln - IMAF Seite

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von Horst-Rüdiger Balz, Großrosseln

Warum IMAF?

Warum ich Mitglied in der IMAF geworden bin?
Das ist eine einfache Frage, auf die es auch eine einfache Antwort geben sollte. Zufall oder Zielstrebigkeit? Doch je mehr ich mir darüber Gedanken mache, umso schwieriger wird es für mich, diese einfache Frage zu beantworten. Vielleicht ist die Beschreibung meiner Entwicklung als Karateka hier hilfreich?
Ich habe 1978 in Großrosseln mit dem Karatesport begonnen. Ich trainierte in einem Verein in meinem Heimatort. Nach mehreren Jahren Training legte ich meine Prüfung zum ersten Dan Karate ab. Als Trainer war ich noch ein paar Jahre in diesem Dojo tätig. Danach verlies ich das Dojo, um mit G. Weinacher ein eigenes Dojo in Emmersweiler zu gründen. Dies war auch die Zeit, in der ich die ersten Seminare unter der Leitung von Sensei H.D. Rauscher besuchte. Diese Seminare waren prägend auch für meine weitere Entwicklung. Hatte ich doch bis zu diesem Zeitpunkt reines Sportkarate trainiert, so lernte ich jetzt die Begriffe Karate Do und Budo aus einer ganz neuen Sichtweise kennen. Hier wurde nicht mehr einfach Sportkarate trainiert sondern Kampfkunst. Das Do, der Weg, erhielt jetzt eine Bedeutung und wurde greifbar für mich. Das absolute Highlight in dieser Zeit war mein erstes internationales IMAF Seminar, das von einer Delegation japanischer Großmeister geleitet wurde. Diese unterrichteten in verschiedenen Budodisziplinen und man hatte auch die Möglichkeit bei ihnen zu trainieren. Jetzt konnte ich über den Tellerrand sehen und auch mal bei den "Anderen" mittrainieren. Sogar verschiedene Karatestile waren durch ihre entsprechenden Großmeister vertreten. Welch ein Erlebnis! Ganz neue Dimensionen zeigten sich mir auf. Aber zugleich musste ich mit Erschrecken feststellen, dass, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt schon mehr als 13 Jahre Karate trainiert hatte, war ich immer noch am Anfang meines Weges. Aber die Faszination des Budo lies mich nicht mehr los. Wo anders, als in der IMAF wird mir die Chance gegeben, das Budo nicht nur zu sehen oder lernen, nein ich habe die Möglichkeit das Budo zu studieren.
Jetzt, da ich schon viele Jahre Mitglied in der IMAF bin, ist diese Faszination geblieben und immer noch frisch wie am ersten Tag. Immer noch sind diese Seminare mit den japanischen Großmeistern die herausragenden Ereignisse im Jahr. Aber auch die intellektuelle Auseinandersetzung mit der Kultur und der Geschichte Japans gewinnt immer mehr an Bedeutung. So wurde aus einem anfänglich, einfachen Erlernen von Bewegungsformen ein Studium der Kampfkünste.
Doch sollte dies die Antwort auf diese Fragen sein. Ich glaube nicht ganz. Es waren sicherlich viele glückliche Zufälle, die zu meiner Mitgliedschaft in der IMAF geführt haben, ich bin auch stolz Mitglied der IMAF zu sein. Aber noch viel wichtiger für mich ist, dass ich für mich meine Heimat in den Kampfkünsten gefunden habe.

 
 
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