Bericht Namborn 2026

Die Welt asiatischer Kampfkünste zu Gast beim SV Rot Weiß Namborn

Großer Jubiläumslehrgang und Haru Cup am 06.06.2026

Der 6. Juni 2026 war für die Kampfkunstabteilung des SV Rot Weiß Namborn ein ganz besonderer Tag: Über 35 Jahre nach ihrer Gründung veranstalteten sie in der Liebenburghalle einen Lehrgang und ein Budoturnier. Die Kokusai Budoin (IMAF), eine Stiftung des japanischen Kaiserhauses und der ältesten und traditionsreichsten Kampfkunstorganisation der Welt, übernahm die Schirmherrschaft.

Mit glänzenden Augen und voller Stolz begrüßte Hans Dieter Rauscher, Karatepionier in Deutschland, über 60 Sportler verschiedenster Kampfkünste. Viele Vereine hatten teilweise eine weite Anreise in Kauf genommen, um miteinander trainieren zu können. Auch in diesem Jahr brachte die Tae-Kwon-Do-Abteilung des PSV Saarbrücken unter der Leitung von Dieter Appel so manchen Karateka, der sich traute, seinen Horizont zu erweitern, mächtig ins Schwitzen.

Unter den Gästen waren Guido Bender (Dojo Wehrden), Heiko Neumann (TV Emmersweiler) und Kai Günkel. Sie begleiten das Trainerteam um Rainer Wilhelm seit über 30 Jahren.



Kampfkunst kann man nicht nur mit bloßen Händen vorführen, wie die IG Praying Mantis aus Hütschenhausen unter der Leitung von Kurt Hublitz bewies. Wer bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, was man mit Sai, Kama oder Bo so alles anstellen kann, der konnte dazulernen. Die Riege der alten Herren rund um Volker Scholl, Rainer Wilhelm und Elmar Schmidt, die sich seit Jahrzehnten neben Karate auch mit alter Waffenkunst (Kobudo) beschäftigt, war tief beeindruckt, als Frank Roskam mit seinen Teilnehmern vom Budo Keller Bonlanden zeigte, wie hart, effektiv aber auch sicher man mit der Waffe Bo umgehen kann. Er ist ein ehemaliger Meisterschüler von Sensei Rauscher und nun selbst Dojoleiter.

Erschöpft, aber glücklich über die erzielten Erfolge, verließen alle Teilnehmer die Liebenburghalle. Wir haben nicht nur Freundschaften gefestigt, sondern auch neue Freunde dazugewonnen.